Die Corona-Pandemie beeinträchtigt momentan so gut wie jede*n von uns auf die eine oder andere Weise. Auch wir müssen aktuell an verschiedenen Stellen umdenken.

Wir von brickobotik sitzen alle im Homeoffice, was natürlich zum Artikel schreiben und Roboter testen kein Problem ist. Allerdings hat das auch dazu geführt, dass die Betreuung unserer beliebten Roboter-AGs nicht mehr in gewohnter Weise vor Ort stattfinden kann. Das beeinträchtigt alle: Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern, weil dadurch wichtige Bausteine des schulischen Lebens, der didaktischen Betreuung und natürlich Freizeitbeschäftigungen ausfallen.

Erste virtuelle AG-Unterrichtseinheit

Umso mehr haben sich alle auf unsere erste Online-AG-Unterrichtseinheit gefreut, welche wir gestern mit einer Gruppe durchgeführt haben, die wir seit Mitte Februar betreuen. Neben der Möglichkeit, neues zu lernen, gibt so eine virtuelles AG-Treffen den Teilnehmenden natürlich auch die Möglichkeit, die anderen mal wiederzusehen und während der Zeit sozialer Isolierung in Kontakt zu bleiben. Das hat unsere Gruppe ungemein motiviert und viele freuen sich schon jetzt auf die nächste Woche. Damit die Kinder und Jugendlichen nicht zu viel vor dem Computer sitzen, planen wir, je eine Stunde mittwochs und eine am Sonntag durchzuführen.

Es gibt verschiedene Anwendungen und Anbieter, um virtuellen Unterricht durchzuführen. Sie bieten unterschiedliche Möglichkeiten und setzen verschiedene Schwerpunkte, die meisten arbeiten jedoch mit einer Videokonferenz, wie sie vielen von Skype bekannt sein dürfte. Jede*r sieht die anderen also als kleine Videofenster auf dem eigenen Computer (so wie ihr es auch auf dem Titelbild sehen könnt). Wir können keine generelle Empfehlung aussprechen, welche Software für eine digitale Unterrichtsstunde die beste Wahl ist, aber wenn ihr selbst etwas ähnliches plant, können wir euch individuell beraten.

Der virtuelle Online-Unterricht ist keineswegs ein vollständiger Ersatz für ein AG-Treffen und diesen Anspruch darf man unserer Meinung nach auch nicht an eine Software stellen. Denn während der Frontalunterricht fast 1:1 in einen virtuellen Klassenraum übertragbar ist, sieht es bei Kursen, in denen gerade das Ausprobieren und live Mitmachen im Vordergrund steht, deutlich schwieriger aus.

Programmänderungen sind nötig

In unserem Fall haben wir darum umgeplant und das Kurs-Programm geändert, alleine schon, weil nicht alle Teilnehmenden einen eigenen EV3 zu Hause haben. Mit den Kindern machen wir deshalb erst einmal mit dem Thema 3D-Druck weiter. Heute haben wir einen Einblick in die Welt der 3D-Drucker gegeben und auch gezeigt in welchen Bereichen, von denen man es vielleicht gar nicht denken würde, 3D-Druck eingesetzt wird. Danach durften alle Teilnehmenden selbst ihre ersten eigenen Erfahrungen im Erstellen von 3D-Objekten machen.

Wir werden in den nächsten Wochen unser Angebot an Online-Kursen kontinuierlich erweitern. Sie werden weiterhin den gewohnten Fokus haben, sich aber besonders auf die Bereiche Konstruieren und Programmieren konzentrieren. Geplant ist auch, kleine Mikrocontroller-Sets zu verschicken, die dann von den Teilnehmenden zu Hause programmiert werden können.

Fazit: Vieles ist möglich

Mit ein bisschen Kreativität und Flexibilität gibt es also immer noch viele Optionen, auch wenn wir uns erst einmal nicht mehr analog treffen können. Unsere ersten Erfahrungen zeigen, dass Online-Kurse gut funktionieren können, wenn sie mit einem guten Konzept erstellt und durchgeführt werden und die Software die eigenen Ideen in geeigneter Weise umsetzen kann.

Hier findet ihr unsere online Kurse