SPIKE™ Prime heißt das neue Set mit der Nummer 45678, das LEGO® Education am Dienstag vorgestellt hat. Es richtet sich an Jugendliche der Klassenstufen fünf bis acht. Damit positioniert sich SPIKE™ Prime zwischen dem LEGO® Education WeDo 2.0 und dem LEGO® Mindstorms® EV3. Das jüngste Mitglied aus der LEGO®-Familie kommt farbenfroh daher, umfasst 523 Elemente und überrascht mit einer Reihe neuer Bauteile.

 Update: Unser Hands-On zum Spike Prime

Das ist neu

Zu den Neuerungen gehören 2×4-Steine, die mit kreuzförmigen LEGO® Technic-Löchern versehen sind. Dadurch sollen sie mit Teilen von LEGO® Technic und LEGO® System kombinierbar sein. Außerdem wartet das Set mit mehreren neuen Rahmen auf. Darunter der sogenannte „Biscuit“. Das 3×3-Teil soll es erleichtern, die Baurichtung zu ändern.

Das SPIKE™ Prime Set bringt auch erstmalig eine große Technic-Grundplatte für den Bau von Prototypen mit. Und auch bei den Rädern hat sich etwas verändert: Die motorisierten Räder sollen weniger Reibung haben und so leichter zu lenken sein und besser Kurven nehmen können. Diese Neuerung könnte gerade für Wettbewerbe interessant sein. Mehrfarbige Kabelclips sorgen außerdem für Überblick im Kabel-Chaos.

Herzstück des Sets ist das Smart Hub. Es bringt sechs Ports (Anschlüsse) für Input und Output von Motoren und Sensoren mit. Das weiß-gelbe Gerät hat integrierte Lautsprecher, einen Akku und ein sechsachsiges Gyroskop, um Orientierung und Bewegung zu stabilisieren. Auf der Oberfläche befindet sich eine Matrix aus fünf mal fünf LED-Lampen, auf der beispielsweise ein Smiley gezeigt werden kann. Das Smart Hub soll sich über Bluetooth und USB-Kabel mit einem Endgerät verbinden können. Das Kabel dient auch dazu, den Akku des Hubs aufzuladen. 

Darüber hinaus sind im Set zwei Arten von Motoren enthalten – ein größerer und zwei mittlere. Dazu gibt es drei Sensoren: Einen Farb-, einen Ultraschall- und einen Tastsensor.

Allen, die die neuen Bauteile sehen wollen, sei dieses Video von LEGO® Education empfohlen.

SPIKE™ Prime im Unterricht

Für Lehrkräfte werden neun mögliche Unterrichtseinheiten mit SPIKE™ Prime angeboten. Sie gliedern sich in drei Bereiche:

1. „Invention Squad“

Hierbei dreht sich alles um Konstruktion und Design und wie beides von einer Problemstellung beeinflusst wird.

2. „Gründe ein Unternehmen“

In diesem Bereich sollen Schüler*innen Problemlösungen entwickeln, die von einem Computer ausgeführt werden können. Zu den Lernzielen gehört es, Fehler in der Konstruktion des Roboters oder in der Programmierung zu erkennen und zu beheben.

3. „Life Hacks“

Der dritte Bereich beschäftigt sich damit, wie Daten dargestellt und manipuliert werden können. Beispiele kommen hier aus dem Alltag. So soll unter anderem ein aktueller Wetterbericht aus Cloud-Daten erstellt werden.

Um den Einheiten zu folgen, muss laut LEGO® kein Vorwissen vorhanden sein. Jede der Einheiten ist auf Unterrichtsstunden von 45 bis 90 Minuten ausgelegt.

SPIKE Prime-Erweiterungsset

Viel wissen wir aktuell noch nicht über das Erweiterungsset zum neuen Modell. Fotos auf der amerikanischen Website tragen die Nummer 45680 und zeigen mehr Steinen als das Basis-Set, sowie, unserer Meinung nach, einen zweiten Farbsensor, einen zweiten großen Motor und ein Paar größere Reifen. Sobald wir mehr wissen, geben wir euch genauere Informationen.

Kompatibilität

Laut eigener Aussage von LEGO® Education in einem Tweet ist der SPIKE™ Prime kompatibel mit anderen LEGO®-Produkten, die das gleiche Stecker-System nutzen. Dazu gehören der LEGO® Education WeDo 2.0, der LEGO® Boost und die LEGO® Power Functions. Das finden wir sehr spannend, denn dadurch könnten die Sets untereinander kombiniert werden, um noch ausgefallenere Robotik-Konstruktionen zu ermöglichen. Was genau möglich ist, können wir erst sagen, wenn das neue Set veröffentlicht ist.

Programmieren

 

Mit der LEGO® Education SPIKE™Prime App sollen Schüler*innen an das Programmieren herangeführt werden. Sie basiert auf der Programmiersprache Scratch und ist mit den Betriebssystemen iOS, Google Chrome OS, Windows 10, macOS und Android kompatibel. Steuerungsbefehle können per Drag-and-drop eingegeben werden, was auf eine für Tablets optimierte Software schließen lässt. Unseren Informationen zufolge soll eine Programmierung sowohl über Bluetooth als auch über das USB-Kabel möglich sein.

 

Preise und Verkaufstart

 

Kostenpunkt des Sets liegt derzeit (Stand August 2019) bei 389,13 Euro. Damit positioniert sich SPIKE™ Prime auch preislich knapp zwischen dem LEGO® Education WeDo 2.0 und dem LEGO® Mindstorms® EV3. . Den Preis des oben beschrieben Ergänzungssets liegt bei 99 Euro.

 Verkaufsstart war für August 2019 zwar angekündigt, LEGO musste den Termin jedoch weit nach hinten Verschieben aktueller Verkaufsstart ist für den Februar 2020 geplant. Welche Folgen die Verschiebung mit sich bringt haben wir hier für euch aufgelistet.

 

Ob LEGO® mit SPIKE™ Prime all seine Versprechen halten kann, könnt ihr bald hier auf brickobotik.de nachlesen, wenn wir dem Set genauer auf den Zahn fühlen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was das Set zu bieten hat, wie es sich programmieren lässt und natürlich auch, wie es bei euch ankommt.